Französisch Guayana

Zwischen Suriname und Brasilien liegt die kleine Region Französisch Guyana, die wohl auch dank Christoph Kolumbus bekannt sein dürfte, welcher hier 1498 landete. Es mag einem schon ein wenig komisch vorkommen, hier Urlaub zu machen, denn obwohl Französisch Guayana mitten in Latein-Amerika liegt, gehört es durch die Zugehörigkeit zu Frankreich der Europäischen Union an. Sicherlich wird der typische Tourist hier wegen des Meeres herkommen, doch bietet die Region auch bestechend schöne Landschaften, die allerdings eher im Landesinneren zu finden sind und von den so genannten Pauschaltouristen noch nicht zu sehr in Beschlag genommen sind.

In Französisch Guayana herrscht ein tropisches Klima mit Temperaturen um die 30° C über das ganze Jahr. In der ersten Jahreshälfte ist es hier sehr trocken, während in der zweiten Jahreshälfte die Regenzeit Einzug. Die Luftfeuchtigkeit ist hier sehr hoch, was einige Menschen als nicht sehr angenehm empfinden. An der Küste hingegen wird das Klima durch die hier häufig wehenden Winde als sehr angenehm empfunden.

Die Hauptstadt Cayenne (wohl nicht zuletzt bekannt durch den Pfeffer) bietet allerdings dann doch einiges an optischen Highlights, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Bezeichnend für diese Region ist der tropische Regenwald, der immerhin fast 90% des Landes ausmacht. Daher wird man hier auf der Suche nach kulturellen Sehenswürdigkeiten nicht wirklich viel finden. Die meisten Dörfer und Orte sind nur mit Booten erreichbar, das allerdings macht das Land für eine bestimmte Zielgruppe zu einem wirklich interessanten Anziehungspunkt. Die Abenteuerlust wird spätestens dann geweckt, wenn eine Expedition in eines der Goldgräbercamps geplant ist. Überhaupt ist das Land reich an verschiedenen Rohstoffen.

Als weiterer Publikumsmagnet wird der Weltraumbahnhof Kourou angesehen, denn hier kann man immer mal wieder beobachten, wie die Weltraumraketen Ariane in das Universum starten. Besichtigen kann man auf einer kleinen Insel vor der Küste auch einige Überreste der weltbekannten Strafanstalten. Ab 1852 brachte man hier fast 100 Jahre lang straffällige Franzosen hin. Die Lebensbedingungen waren überaus schrecklich und absolut menschenunwürdig.