Der Stadtstaat Monaco

Der eigenständige Stadtstaat Monaco ist gleichzeitig auch als Fürstentum bekannt. Hier wohnen viele Prominente und Reiche, was wohl nicht zuletzt daran liegen mag, dass hier keine Einkommensteuer erhoben wird. Sicherlich aber wird es wohl auch das Klima sein, was das Leben und einen – zugegeben wohl recht teuren – Urlaub hier so beliebt machen. Wenig Regen und viel Sonne sind typisch für diese Gegend. In Monaco selbst ist es ziemlich eng, denn auf den nicht einmal 2km² leben rund 32.000 Menschen. Die wenigsten davon sind allerdings tatsächlich Monegassen, der größte Teil der Bevölkerung sind Italiener und Franzosen. Obwohl das Fürstentum zu Frankreich gehört und die offizielle Landessprache auch französisch ist, sprechen gerade die alteingesessen Monegassen eine dem romanischen ähnliche Sprache.

Seit Februar 1489 ist Monaco im Besitz der Grimaldis. Ein Abkommen mit Frankreich besagt aber, dass Monaco an die Franzosen geht, sollten die Grimaldis aussterben. Das mag allerdings in absehbarer Zeit nicht geschehen. Derzeit werden die Regierungsgeschäft von Fürst Albert II ausgeübt. Sein Vater, Fürst Rainier verstarb im Jahre 2005, er war verheiratet mit der US-amerikanischen Schauspielerin Grace Kelly, die nach der Hochzeit den Namen Fürstin Gracia Patricia trug. Prinz Albert II hat zwei Schwestern: Prinzessin Caroline und Prinzessin Stephanie von Monaco. Aufgrund der monegassischen Verfassung wären Prinzessin Caroline bzw. deren Sohn Andrea der nächste Thronfolger, womit eine weitere Thronfolge ganz klar gesichert ist.

Da der Zwergstaat, wie schon oben erwähnt, nur knapp 2 km² groß ist, wird natürlich jede Möglichkeit ausgenutzt, neue Flächen zu schaffen. Derzeit macht man sich daran, das Schienensystem unterirdisch zu verlegen, um Platz für neue Hochhäuser zu schaffen. Das Verkehrsaufkommen ist, den Einwohnern entsprechend, natürlich ziemlich hoch. Es wäre also ratsam, sein Auto in einem der vielen Parkhäuser abzustellen, um vielleicht mit einer der sechs Buslinien weiter zu fahren. Die Parkhäuser sind übrigens auch gleich eines der Besonderheiten an Monaco, sie sind allesamt in die Felsen eingebaut.

Sehenswert ist aber der Place du Casino, welches fast mittig in Monaco liegt. Der Platz wird umsäumt vom Hotel de Paris, von dem in aller Welt bekannten Spielcasino von Monte Carlo, und der Oper von Monaco. Gerade letztere dürfte als absoluter Blickfang gelten, denn das historische Gebäude besticht nicht zuletzt durch seinen Prunk und seinem Flair.

Mindestens genauso bezaubernd ist die Altstadt von Monaco, besser bekannt als Monaco-Ville. Bei einem Spaziergang durch die kleinen und engen Gassen findet man die verschiedensten Restaurants und Souvenirläden. In der Hauptsaison allerdings dürfte es hier in der Tat manchmal ein wenig zu voll sein. Die Altstadt hat aber noch eine Besonderheit zu bieten, denn hier steht auch der Fürstenpalast. Weitere Highlights im Zwergstaat ist der Jardin Exotiuque, ein wunderschöner Garten, in dem zum Teil wirklich beeindruckende seltene Pflanzen gedeihen. Das Ozeanografische Museum ist das Hause für ungefähr 4000 unterschiedliche Fischarten, doch schon der Bau alleine zieht die Besucher in seinen Bann, denn Albert I achtete schon beim Bau Anfang des 20.Jahrhunderts darauf, dass die Besucher darin ein Meeresmuseum erkennen sollten.

Natürlich darf ein Besuch im größten Hafen Monacos, in Monte Carlo, nicht fehlen. Strahl Monaco selbst schon den Reichtum aus, so meint man, dass in Monte Carlo noch ein wenig mehr Prunk und Luxus gegeben ist. Die Yachten, die hier vor Anker liegen, lassen vermuten, dass deren Besitzer wohl tatsächlich millionenschwer sein dürften. Der grobkörnige Sandstrand in Larvotto ist vorwiegend in den Sommermonaten beliebter Anziehungspunkt für Touristen.