Wohnen in Frankreich

So viele Ferienwohnungen Frankreich zu bieten hat, so knapp ist es mit Mietswohnungen. Der Wohnungsmarkt in Frankreich ist nicht so groß, wie hier in Deutschland. Das liegt sicherlich auch am sozialen Netz in Frankreich, denn – anders als in Deutschland – darf ein Vermieter den Mieter nicht kündigen, wenn dieser aufgrund einer finanziellen Notlage seine Miete nicht zahlen kann. Damit sich der Vermieter hier aber auch ein wenig schützen kann, sind die Auflagen recht hoch, die erfüllt werden müssen, bevor man einen Mietvertrag unterschreibt. Die meisten Vermieter verlangen vom potenziellen Mieter den Nachweis einer Mietausfallversicherung – Voraussetzung hierfür: ein unbefristetes und ungekündigtes Arbeitsverhältnis. Wohnungsmakler nehmen natürlich lieber etwas „betuchtere“ Interessenten. Weitere Voraussetzungen sind Verdienstnachweise und das Bezahlen von drei Monatsmieten als Kaution und zusätzlich noch eine Bankbürgschaft.

Für die meisten Formalitäten ist ein Wohnsitz in Frankreich unabdingbar, so sollte man darauf achten, dass die angemietete Wohnung auch wirklich einen unbefristeten, auf den eigenen Namen ausgestellten Mietvertrag mit sich bringt, sonst könnte man schnell Schwierigkeiten bekommen.

Das Wohnen hier ist im Allgemeinen ein wenig teurer als Deutschland, allerdings kommt es auch ein wenig auf den Wohnort an, denn natürlich ist es in den ländlichen Gegenden etwas günstiger. Es gibt in Frankreich die so genannte Wohnungssteuer, die jährlich am Anfang des Jahres fällig wird. Für Personen, die noch keinen Job haben, ist diese Steuer wesentlich höher, da die Wohnung dann als Zweitsitz gewertet wird. Vergleichbar ist die Wohnsteuer mit den Kosten, die hier für die Müllabfuhr oder die Straßeninstandhaltung bezahlt werden müssen.